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Auf dieser Seite halte ich Sie gerne auf dem Laufenden, was an Wettkämpfen oder in meinem Trainingsprogramm passiert. Noch aktueller und direkter sind Sie aber dran, wenn Sie meine Profile auf Facebook, Instagram oder Twitter beobachten.


Aktuelle Berichte

Militär Weltmeisterschaft, Moskau RUS -17.05.18-

 

 

 

YESSSSSSS! Endlich ist die Medaille da! Nach einem 10:0-Auftaktsieg gegen Nicolaos Varkas (GRE), verlor ich den Halbfinal gegen Kanan Aliyev (AZE) unglücklich knapp mit 2:3. Dann hiess es aber: Jetzt erst recht! Im Kampf um Bronze konnte ich an den ersten Kampf anknüpfen und siegte in etwas über einer Minute mit 10:0 gegen den Pakistani Adil Irshad.

 

Die Medaille an einen internationalen Grossanlass gibt richtig Mumm! Bevor ich die Vorbereitungen auf den nächsten Saisonhöhepunkt (Elite WM in Budapest im Oktober) in Angriff nehme, ist jetzt erst einmal etwas Erholung angesagt.

 

EM Kaspijsk, RUS -05.05.18-

 

 

Ein Tag mit Licht und Schatten. So lässt sich die diesjährige Elite-EM zusammenfassen. Im Achtelfinal gegen Denis Balaur aus Moldawien konnte ich zeigen, dass ich weitere Fortschritte gemachte habe. Noch vor einem Jahr schied ich gegen genau diesen Gegner an der EM diskussionslos mit 0:4 aus. Dieses Jahr gelang es mir, nach anfänglichem Abtasten und einem 0:1 zur Pause, in der zweiten Hälfte nochmals Gas zu geben. Mit einer 2er- und einer 1er-Wertung drehte ich den Kampf und war so mit 3:1 im Viertelfinal.

 

Leider stand ich ich dort aber auf verlorenem Posten. Sandro Aminashvili aus Georgien(Olympiateilnehmer, 3. bei WM 2015 und European Games 2015) liess sich einfach keine Punkte abjagen. Zwar probierte ich, ihn immer wieder gezielt unter Druck zu setzen, doch er war stets bereit, meine Versuche zu parieren. Im Gegenzug konnte er in den entschiedenen Aktionen aber durchziehen und kam so zu einem Sieg mit 4:0 technischen Punkten.

 

Wieder hat es also nicht nach ganz vorne gereicht. An der absoluten Spitze hängen die Trauben einfach extrem hoch.  Aber ich sehe, dass der Abstand nochmals kleiner geworden ist. Nun muss ich die Kämpfe analysieren, mich erholen und dann schon bald wieder in den Wettkampfmodus schalten. In zwei Wochen ist bereits die Militär-WM.

U23 WM Bydgoszcz, POL -26.11.17-

 

Mit grossen Hoffnungen und begleitet von einer riesigen Fan-Schar (DANKE!!!!) aus der Heimat, reiste ich an die erstmalig stattfindenden Weltmeisterschaften der unter 23-jährigen. Da dies meine letzte Gelegenheit war in dieser Kategorie anzutreten, wollte ich diesmal wirklich etwas reissen!

 

Und gleich nach der Auslosung war dann auch klar, dass es richtig schwierig wird. Mein Startgegner war mit Bendeguez Toth (HUN) ein alter Bekannter. An der diesjährigen U23-EM verlor ich gegen diesen deutlich mit 0:9 (er holte sich letztendlich Silber). Bei der Neuauflage wollte ich nicht nur besser aussehen, sondern diese Scharte auswetzen. Und dies gelang! Mit einem 6:3-Sieg zog ich in die nächste Runde ein.

 

Leider war dort bereits Endstation. Irakli Mtsituri aus Georgien war mit 2:3 nur hauchdünn besser. Trotzdem zog er in den Viertelfinal ein, verlor diesen, aber holte sich via Repechage doch noch Bronze.

 

Einmal mehr war's für mich ganz knapp. Nur wenig fehlte zum grossen Wurf. Aber "knapp" zählt auf diesem Niveau nicht! Dass praktisch zeitgleich meine Kameraden von den RCW-Lions gegen die RS Freiamt den Finaleinzug sicher stellten, ist aber ein Trost für mich. Nun werde ich nochmals den letzten Rest Energie aus mir rauspressen und versuchen in den Duellen gegen Kriessern den Titel in der Mannschaftsmeisterschaft zu holen. Und danach stehen nach dieser langen, intensiven Saison einige freie Tage ganz oben auf meinem Programm.

Trainingslager Tiflis, GEO -14.07.17-

 

Gleich nach dem GP von Baden-Württemberg mit dem nur halb zufrieden stellenden 3. Rang, reiste ich mit meinem Nationalteam-Kameraden Marc Dietsche ins Trainingslager nach Georgien, genauer gesagt in die Hauptstadt Tiflis. Wir leben hier in einer grossen 3 ½ Zimmer Wohnung. Die Bedingungen sind wirklich sehr gut. Die Frau eines ehemaligen Spitzenringers kocht, putz und wäscht für uns und wir haben einen Dolmetscher der uns herumfährt und uns jederzeit sein Auto zur Verfügung stellt. Allgemein ist die Gastfreundschaft der Georgier ist auffallend, so dass wir uns sehr schnell aufgenommen fühlten. Die Trainer und Sparrings sind weltklasse und wir können viel von ihnen profitieren.

 

Am Anfang musste ich mich noch ein bisschen an die Infrastruktur gewöhnen. Das Wasser in der Dusche kommt nicht aus einer Brause sondern aus einem Rohr und in unserem Bad wurde anscheinend mal das Abflussrohr repariert, aber irgendwie hat man dann vergessen, das Ganze anschliessend auch wieder mit Beton zu fixieren. Nach dem Motto „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ fühlte ich mich trotzdem schnell wohl. Auch im Verkehr hier gelten andere Regeln: Der schnellste hat Vortritt. Ausser wenn eine Kuh die Strasse überquert. Dann hat diese Vortritt. Solche Begebenheiten lassen mich dann immer wieder spüren wie perfekt wir es in der Schweiz haben.

Ich trainiere hier immer zweimal täglich. Einmal auf der Matte und einmal im Kraftraum oder im Ausdauerbereich mit Sprints. Mittwoch nachmittags und sonntags ist trainingsfrei und wir erkunden die schöne Stadt von Tiflis. Die ersten zwei Wochen waren mit Temperaturen von um die 40 Grad sehr anstrengend. Nebst all den physischen Trainings, arbeite ich auch an meiner mentalen Stärke. So zum Beispiel mit einem Techniktagebuch und Tageszielen. Ich fühle mich gut und kann mir viel „internationale Härte“ erarbeiten.

 

Um meinen Fuss noch etwas zu schonen verzichte ich auf den GP von Rumänien. Der nächste Einsatz wird vermutlich das Grenzlandturnier in Kriessern am 19. August sein. Ich halte euch weiter gerne auf dem laufenden.

U23-EM, Szombathely, HUN -29.03.2017-

 

Und wieder nur fast! So könnte man den Wettkampf zusammenfassen. Nach einem diskussionslosen 11:0-Startsieg gegen Yordan Kungalov (BUL) musste ich im Viertelfinal gegen den einheimischen Bendeguez Toth gleich mit 0:9 die Waffen strecken. Ich fand einfach kein Rezept und sah meine Angriffe jedesmal blitzschnell gekontert.

 

Weil Toth sich in den Final durchkämpfte, bekam ich in der Repechage gegen Alejandro Canada Pancorbo aus Spanien noch eine Chance. Und diese konnte ich nutzen: Nach knapp zwei Minuten konnte ich mit 10:0 als Sieger von der Matte und hatte so im kleinen Final gegen Kanan Aliyev (AZE) die Chance, um Bronze zu ringen.

 

Leider ging es aber auch dieses Jahr nicht auf.  In einem von Abtasten und parierten Angriffen geprägten Duell, lag ich zur Pause 0:1 und bald danach 0:2 zurück. Ich setzte alles auf eine Karte, attaktierte immer wieder und konnte doch nur noch den Ehrenpunkt zum 1:2 erstreiten. Letztlich fehlte also nur ein (1!) Punkt zum ersehnten Edelmetall. Eine Tatsache, die mich ärgert und gleichzeitig anstachelt. Diese offene Rechnung will ich bald begleichen!

Trainingslager USA Cornell University -28.02.2017-

 

Zusammen mit meinen Teamkameraden Samuel Scherrer ging es anfangs Januar los Richtung New York und von dort aus dann weiter mit einem Mietauto Richtung Ithaca, einer kleinen Stadt in Norden des Bundesstaates New York. Die grossartige Infrastruktur der dortigen Cornell University kannten wir ja bereits von unserem kurzen Abstecher im vergangenen Sommer. Anders als damals wurden wir jetzt aber nicht mehr mit den „Freshmen“ untergebracht, sondern durften - zusammen mit 14 weiteren Ringern - im Haus der arrivierten Athleten logieren. Vom ersten Moment an waren wir akzeptiert und die anderen Jungs waren stets freundlich und hilfsbereit. Dass in einem Haushalt mit 16 Männern manchmal etwas das Chaos ausbricht, soll an dieser Stelle darum unerwähnt bleiben! Schliesslich gewöhnt man sich an alles... ;-)

 

Am Anfang konnte ich ja leider wegen der Fussverletzung nicht voll trainieren. Mattentrainings fielen weg und ich musste mich auf Reha, Kraft und Ausdauer konzentrieren. Ich konnte es fast nicht erwarten mich endlich mit den Jungs auf der Matte zu messen! Ab der vierten Woche ging es dann langsam auf die Matte. „Natürlich“ waren immer zwei Physios vor Ort, die mich jederzeit medizinisch versorgten (dies gehört zu den Annehmlichkeiten der Sportler an einer Eliteuniversität). In den anfangs lockeren Technikblöcken und beim Dauerringen merkte ich aber schnell, wie gut mein Fuss verheilt ist.

 

Ende Januar ging es dann Richtung Denver und von da aus mit einem Mietauto nach Colorado Springs. Sämi kämpfte am Dave Schulz Memorial. Für meinen Fuss war es noch zu früh für Ernsteinsätze. Wir hausten vier Tage am Olympiastützpunkt der Amerikaner. Nachher ging es für ein paar Erholungstage nach Boulder. Regenerative Trainings und Erholung vom ersten harten Monat des Jahres waren angesagt. Das Highlight war sicher das Ski fahren in den Rocky Mountains und das Bezwingen der Incline (eine Treppe die 600 Höhenmeter überwindet).

 

Zurück am College wurde sehr hart trainiert: Mit zwei Krafttrainings, 3 verschiedenen Ausdauer-Programmen und bis zu sechs Matteneinheiten, wussten wir Ende Woche jedenfalls was wir gemacht haben. Genauso erfreulich wie die Entwicklung von meinem Fuss war das Abschneiden meiner amerikanischen Kollegen in der College Meisterschaft. Sie gewannen den Titel zum 15. Mal in Folge und drei von ihnen können Ende März um den nationalen Titel (NCAA) ringen. Dabei ist der Stellenwert, den das Ringen in den USA hat nicht zu unterschätzen.  College Kämpfe werden im TV übertragen und in den Hochburgen Pennstate oder Ohio sind 15000 Zuschauer eher Normalfall als Seltenheit!

 

Kyle Dake, auch er ist nach einer langwierigen Verletzung letztes Jahr im wieder eingestiegen, trainierte im Februar mit uns. Er ist zurzeit einer der besten US-Ringer und ich konnte viel von ihm profitieren. Die Sparrings mit ihm waren immer sehr hart und ich musste wirklich mein Bestes geben, um ihm einen Punkt abzujagen. Aber ich bin sicher: Genau diese harten Trainings bringen mich immer näher an die Weltspitze.

 

An den Wochenenden gingen wir jeweils an die Kämpfe des College Teams und unterstützten so unsere Kumpels. Aber auch andere Sportarten haben wir – immer stilecht in Cornell-Farben gekleidet – besucht. Dabei haben vor allem die Hockey Cracks beeindruckt.

 

Aber wie es so ist: Auch diese gut Zeit hat ein Ende. Für das Turnier auf Kuba und die anschliessenden Saisonhöhepunkte in Europa mussten wir unseren Buddies „goodbye“ sagen. Dieser Abschied von all den Jungs war nicht so erfreulich. Alle sind mir ans Herz gewachsen und ich kann es nicht erwarten wieder zurück zu sein! Oder um es mit den Worten des Terminators zu sagen: I'll be back!

 

Mein erstes Turnier Ende Februar in Havanna war dann resultatmässig (Niederlage in Runde 1) noch nicht das Gelbe vom Ei. Doch diese Turnier kann ich gut einordnen. Für mich war wichtiger, dass mein Fuss hält und ich hart an mir weiterarbeiten kann.

 

Nach Kuba genossen wir ein freies Wochenende in Miami, liessen uns von der Sonne bräunen und tankten Energie. Diese werde ich am Turnier in Kiew am kommenden Wochenende definitiv brauchen. Nach meiner Zeit in den USA freue ich mich auf den ersten Saisoneinsatz auf europäischem Boden und natürlich auch auf die Kollegen aus der Nationalmannschaft.

 

Die neue Saison steht vor der Tür -04.01.2017-

 

 

Mit dem Jahr 2017 beginnt für mich auch der neue Olympia-Zyklus. Um in diesem meine Ziele zu erreichen, habe ich meine Herangehensweise komplett überdacht und da und dort wegweisende Entscheide getroffen.

 

 

Die Saison 2016 war nicht einfach. Zwar konnte ich schöne Erfolge wie beispielsweise den 5. Rang an der U23-EM erreichen, aber es gab auch gesundheitliche Rückschläge. Lange Zeit fiel ich mit Rückenproblemen aus infolge derer ich erst spät in die Mannschaftsmeisterschaft eingreifen konnte. Im Letzten Kampf kam es dann nochmals ganz dick: Ich musste verletzt von der Matte und wir verloren das Duell um Bronze gegen Freiamt. Das ramponierte Syndesmoseband ist inzwischen wieder hergestellt und sollte mich nicht mehr allzu lange behindern.

 

 

Nachdem ich im vergangenen Jahr mit der Spitzensportler RS und den darauf folgenden intensiven Trainingsblöcken schon den ersten Schritt in Richtung Profitum gemacht habe, steht jetzt der logische nächste Schritt an. Ich werde mein Trainingspensum noch weiter erhöhen. Um dies auf bestem Niveau tun zu können, habe ich bereits vor rund einem Jahr wichtige Anstrengungen unternommen und Kontakte zu renommierten US-Trainingsinstitutionen geknüpft. Die vielversprechendste – die Conrell University in Ithaca (Bundestaat New York) – habe ich dann im vergangenen Sommer für einige Wochen ausgiebig getestet. Die Trainingsbedingungen in Qualität, Quantität und auch bei den Sparringspartnern sind mit den Möglichkeiten in der Schweiz nicht zu vergleichen und das Team rund um Headcoach Rob Koll machte mir den Entschied nur noch einfacher. So habe ich im Herbst alles dahin gehend organisiert, dass ich meinen Trainingsmittelpunkt im ersten Halbjahr 2017 weitestgehend in die USA verlagern und mich dort auf die wichtigen Termine des Jahres vorbereiten werde. Jeweils für die Höhepunkte (unter anderem U23-EM, Elite-EM und Elite-WM) werde ich dann zurückkehren und mir in Europa noch den letzten Schliff holen. Ab Herbst werde ich dann, sofern alles nach Plan läuft wieder eher in der Schweiz trainieren.

 

 

Zuerst stehen jetzt aber noch einige Wochen Reha und Aufbautraining an. Doch auch dieses werde ich in Ithaca angehen. Schon am 6. Januar geht für mich die Reise über den Teich los. Selbstverständlich werde ich euch hier, aber auch auf meinen Kanälen in den sozialen Medien informieren, was gerade so läuft.

 

 


Herzlichen Dank... -04.01.2017-

 

... an das OK vom Tour de Suiss Etappenort Grosswangen für die grosszügige Unterstützung auf meinem Weg nach Tokio.


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